Formstabile (harte) Kontaktlinsen

Wie in der Geschichte der Kontaktlinse dargestellt, wurde die erste Kontaktlinse aus Plexiglas (Polymethylmethacrylat, PMMA) hergestellt. Dieses Material ist sehr robust und kratzfest. Da PMMA von biologischen Organen sehr gut vertragen wird, können diese Linsen den ganzen Tag getragen werden. Auch heute werden vereinzelt noch Kontaktlinsen aus PMMA angepasst.

Aus der Weiterentwicklung der harten Linse ging die formstabile Linse hervor. Diese ist leicht flexibel und zeichnet sich vor allem durch eine bessere Sauerstoffdurchlässigkeit aus. Hierdurch werden die Linsen bei gleicher Langzeitverträglichkeit deutlich komfortabler. Ein wichtiges Ziel der Entwicklung neuer formstabiler Kontaktlinsen ist die Sauerstoffversorgung des Auges und den Tragekomfort zu erhöhen.

Durch ihre Formstabilität haben diese Linsen gegenüber der Brille und den weichen Kontaktlinsen ein wichtiges Einsatzgebiet bei ungleichmäßig geformter Hornhaut wie sie z.B. angeboren, als Folge einer Erkrankung, nach Unfall oder nach Operativen bzw. Laser-chirurgischen Eingriffen zur Brillenkorrektur auftreten kann.