Das Tragen von Kontaktlinsen im Schlaf kann das Auge schädigen

07.01.2019 08:28
Risiken beim Tragen von Kontaktlinsen verringern 
Für viele Menschen mit einer Sehstörung wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit sind Kontaktlinsen die optimale Lösung, um diese auszugleichen. Oftmals werden Kontaktlinsen als optisch ansprechender empfunden und auch als komfortabler als eine Brille gesehen, da diese auch bei Bewegung nicht von der Nase rutschen können. 
Es ist jedoch wichtig, dass beim Tragen von Kontaktlinsen genau darauf geachtet wird, dass sämtliche hygienischen Vorgaben genau eingehalten werden, da sonst Infektionen das Auge schädigen können. 

Neben dem Einhalten der grundlegenden Pflegevorschriften, wozu die Verwendung geeigneter Reinigungsflüssigkeit gehört und ein extra dafür vorgesehener Aufbewahrungsbehälter, ist es sehr wichtig, dass man die Kontaktlinsen genau nach Vorschrift trägt. Insbesondere dürfen die Linsen nicht länger als auf der Packung gekennzeichnet getragen werden und sie sollten unbedingt vor dem Schlafen entfernt werden, selbst wenn es nur ein Mittagsschlaf ist. 

Kontaktlinsen vor dem Schlafen unbedingt herausnehmen 
Ein Artikel der Fachzeitschrift "Annals of Emergence Medicine" berichtet von den möglichen Folge, welche im schlimmsten Fall schon nach einmaligem Vergessen der Kontaktlinsen vor dem Zubettgehen entstehen können. 
Gerade bei weichen Kontaktlinsen, welche es als Tagesversionen oder mehrwöchige Versionen gibt, haben Keime es bei falscher Pflege leicht, sich unter der Kontaktlinse zu sammeln. 

Abgesehen von einer normalen und aber dennoch sehr unangenehmen Hornhautinfektion, welche langwierig mit Antibiotika behandelt werden muss, können auch Geschwülste in der Hornhaut entstehen, welche das Auge auch dauerhaft schädigen können. 
Schon harmlose Entzündungen am Auge können zur Folge haben, dass über mehrere Tage oder Wochen stündlich Antibiotika-Tropfen aufgetragen werden müssen. 

Bei einer schwereren Entzündung kann es zur Bildung von Geschwüren kommen oder sonstigen schädlichen Veränderungen der Hornhaut, welche so schlimm sein können, dass das Auge nur noch durch eine Operation gerettet werden kann. 

Im Allerschlimmsten Fall, nämlich dann, wenn sich bei einer Entzündung des Auges sogenannte Akanthamöben in der verletzten Hornhaut einnisten, kann sogar die komplette Erblindung des Auges drohen. Dieser Fall ist zwar sehr unwahrscheinlich, jedoch nicht komplett ausgeschlossen. 

Um zu verhindern, dass das Auge durch das Tragen der Kontaktlinsen geschädigt werden kann ist also eine sorgfältige Einhaltung der hygienischen Vorgaben nötig. Leider können selbst einmalige Vernachlässigungen wie das Tragen der Linsen während eines kurzen Mittagsschlafes im schlimmsten Fall zu einer Entzündung führen, weshalb wirklich absolut keine Ausnahmen gemacht werden sollten. Dasselbe gilt für die korrekte und regelmäßige Pflege der Linsen, sowie sämtlicher Aufbewahrungsbehälter und auch für die maximale Tragdauer der Linsen.