Die ReLEx SMILE Methode

03.04.2019 10:36

Die zurzeit neueste Methode im Augenlaser-Verfahren ist die ReLEx SMILE Methode.
Entwickelt von der Firma Carl Zeiss, steht die Bezeichnung SMILE für „Small Incision Lenticule Extraction“, also Lentikel-Extraktion mit minimalem Einschnitt. Diese erste, flaplose Augenlasermethode gibt es seit 2007.


Mit dieser Augenkorrektur lassen sich Sehfehler schonend, schnell und schmerzfrei korrigieren.
Der Femtosekundenlaser erzeugt beim Eingriff ein Lentikel. Eine dünne, kreisrunde Schicht der Hornhaut wird vom umliegenden Gewebe abgetrennt. Um einen Zugang zu diesem Lentikel zu bekommen, wird gleichzeitig ein maximal vier Millimeter langer Einschnitt gemacht.
Nun wird das Lentikel vom Chirurg entfernt.
Durch diesen Eingriff hat man die Hornhaut so verändert, dass der Sehfehler behoben sein sollte.

Die ReLEx SMILE Methode eignet sich besonders gut für Menschen, die unter einer starken Kurzsichtigkeit oder unter Astigmatismus, Verkrümmung der Hornhaut, leiden.
Dabei können bei Kurzsichtigkeit Sehfehler von bis zu -10 Dioptrien und bei Astigmatismus Sehfehler von bis zu 6 Dioptrien behoben werden.
Um dieses Verfahren anwenden zu können, muss die Hornhaut des Patienten ausreichend dick sein.
Hierbei muss der Augenarzt vorab die Dicke der Hornhaut messen. Hierbei werden auch die nötige Größe und Stärke gemessen, damit die gewünschte Behandlung durchgeführt werden kann.

Ein wesentlicher Vorteil der ReLEx Smile Methode ist die kurze Dauer der Behandlung. Der Laser braucht lediglich wenige Sekunden, um das Lentikel zu erzeugen.
Im Gegensatz zu den anderen Methoden erzeugt diese Behandlung keine in die Hornhaut geschnittene Klappe, die nach der Augenkorrektur verheilen muss. Somit gibt es auch keine nach der Korrektur bestehenden Narben.


Das Benutzen antiseptischer Augentropfen reicht nach der Behandlung vollkommen aus. Kurze Zeit später ist der Patient vollkommen sehfähig. Die Korrektur ist präzise, nachhaltig und nahezu schmerzlos durchführbar.
Auch reicht die Einnahme von Beruhigungsmitteln und eine lokale Betäubung der Hornhaut aus, um die Korrektur durchführen zu können. Der Laser verbrennt weder Gewebe, noch erzeugt er irritierende Geräusche, was den Patienten verwirren, wenn nicht sogar erschrecken würde.
Auch spätere Nebenwirkungen wie Schmerzen, trockene Augen oder verstärkte Tränenbildung treten in der Regel sehr selten auf.