Die größten Augen-Feinde

12.12.2018 08:33

Es wird angenommen, dass man etwa 70 Prozent der Informationen durch die Augen aufnimmt. Aus diesem Grund werden sie als das wichtigste Sinnesorgan betrachtet. Um ebenso im Alter das Sehvermögen zu erhalten, ist es wichtig, den Augen ausreichend Beachtung zu schenken und Risikoaspekte zu meiden. Nachfolgend werden die größten Feinde näher erläutert. 

Grauer Star ab 50 
Der graue Star kommt vor, wenn die Proteine in der Augenlinse auskristallisieren und dafür sorgen, dass der Blick getrübt wird. Dann ist es so, wie wenn die Betroffenen durch ein Milchglas schauen. Schon in jüngeren Jahren kann der grüne Star auftreten. Bei der Erkrankung, welche man in medizinischen Fachkreisen Glaukom nennt, erfolgt die langsame Zerstörung des Sehnervs wegen eines erhöhten Augeninnendrucks. Die betreffende Person erblindet ohne Therapie. 

UV-Licht nicht unterschätzen 
Bei übermäßigem UV-Licht können die Netzhaut und die Linse bleibende Schäden davon tragen. Schlimm ist, dass die Betroffenen nichts davon merken. Erst mehrere Jahre später resultieren möglicherweise daraus ein Grauer Star und eine Makuladegeneration. Sonne zusammen mit Schnee kann für Schneeblindheit sorgen. Hier handelt es sich um eine Art Sonnenbrand der Augen. Während dessen erfolgt die Beschädigung der obersten Zelllagen, was kurzzeitige Sehschwierigkeiten und große Schmerzen verursacht. Um der Schneeblindheit vorzubeugen, sollte am besten eine Sonnenbrille getragen werden. Vom BVA (Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V.) wird empfohlen, Sonnenbrillen beim Optiker oder im Fachgeschäft zu erwerben, damit sichergestellt werden kann, dass sie genügend UV-Schutz bieten. Es ist fahrlässig, sich bei den Gläsern lediglich auf die Farbe zu verlassen. Denn diese sagt über den Schutz vor ultravioletten Strahlen nichts aus. Bei den Sonnenbrillengläsern ist neben dem UV-Schutz ebenfalls die Größe entscheidend. Sie sollten sowohl seitlich zum Gesichtsrand als auch bis zu den Augenbrauen reichen. 

Makuladegeneration durch Rauchen begünstigt 
Der blaue Dunst wird häufig unterschätzt. Jeder weiß, dass dadurch zum Beispiel das Risiko an Schlaganfall und Krebs zu erkranken, ansteigt. Wie kritisch das Rauchen für die Augen sein kann, ist vielen allerdings nicht bewusst. Durch den blauen Dunst erfolgt eine frühzeitigere Entwicklung der Makuladegeneration. Im höheren Lebensalter gilt diese Krankheit als der häufigste Auslöser für Erblindung. 

Behinderung der Sauerstoffversorgung aufgrund von Zigaretten 
Die Schadstoffe, welche die Zigaretten beinhalten, hemmen bei den Augen die Durchblutung. Findet keine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff statt, kann die Sehkraft abnehmen. Wie sehr Auge und Durchblutung korrelieren, ist daran erkennbar, dass Mediziner unter anderem Diabetes und Bluthochdruck am Sehorgan erkennen können. Das Auge gilt als einige Körperstelle, an welcher Blutgefäße hervorragend gesehen werden können. 

Diabetes und Bluthochdruck schädigen die Augen 
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass eine schlecht eingestellte Zuckerkrankheit oder ein nicht behandelter Bluthochdruck langfristig den Augen schaden kann, weil die feinen Gefäße zerstört werden, die die Netzhaut entsprechend mit Blut versorgen. Damit tritt bei Zuckerkranken die diabetische Retinopathie als eine der häufigsten Komplikationen auf. Die Sehkraft verschlechtert sich. Schlimmstenfalls kann der Betroffene blind werden. Im Vergleich zu gesunden Menschen haben Diabetiker ein größeres Risiko am Katarakt (grauen Star) zu erkranken. Deswegen ist es wichtig, dass Personen, die unter Bluthochdruck und Diabetes leiden, einmal jährlich die Augen überprüfen lassen. 

Nicht zu lange Kontaktlinsen tragen 
Beim Auge kann die Zufuhr von Sauerstoff durch zu lange getragene Sehlinsen gehemmt werden. Vor allem die sensible Augenhornhaut reagiert daraufhin mit Gefäßeinsprossungen. Die Blutäderchen wachsen dann in Richtung Hornhaut. Dabei werden sie größer und deutlicher erkennbar. Wenn sie erst mal da sind, können sie sich nicht mehr zurückbilden. Selbst Kontaktlinsen, die schlecht gepflegt sind, erhöhen bei den Augen das Risiko für Infektionen. 

Sicca-Syndrom durch Alkoholkonsum möglich 
Auf die Augengesundheit hat Alkohol auch eine negative Auswirkung. Es sind wissenschaftliche Untersuchungen vorhanden, welche einen Zusammenhang zwischen dem trockenen Auge und dem Sicca-Syndrom belegen. Wenn Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Bestandteile so verändert, kann das Auge trocken werden und mit Tränen, Jucken, Rötungen sowie Brennen reagieren. Dann ist die Sehkraft gestört. Besonders aufpassen sollten alle, die häufig mit dem Computer arbeiten. 

Augenarzt regelmäßig aufsuchen 
Zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Krankheiten und Störungen bei den Augen, empfiehlt es sich, die erwähnten Risikoaspekte zu vermeiden und die Kontrolluntersuchungen in regelmäßigen Abständen wahrzunehmen. Außerdem ist es wichtig, dass man bei Symptomen wie Schmerzen, Rötungen oder Brennen sich unmittelbar an einen Augenarzt wendet. Vor allem wenn die Sehkraft in Mitleidenschaft gezogen wird, zum Beispiel durch Schatten, Punkte, Blitze, Verschwommensehen oder Doppelsehen sollte man auf keinen Fall zögern.