Trockene Augen - was steckt dahinter?

14.05.2019 09:43


Bei trockenen Augen handelt es sich um eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Symptome wie schmerzhaftes Brennen, Rötungen, geschwollene Augenlider sind bei vielen Menschen bekannt. Leidet man unter trockenen Augen, fehlt die Tränenflüssigkeit, die jedoch sehr wichtige Aufgaben erfüllt. Diese sind die Augenoberfläche regelmäßig zu befeuchten, Fremdkörper auszuschwemmen und das Auge glatt und geschmeidig zu halten. Zusätzlich tötet die Tränenflüssigkeit Keime ab und transportiert Stoffwechselprodukte ab. Außerdem wird die Hornhaut von ihr mit Nährstoffen versorgt.

All diese Funktionen kann das trockene Auge nicht mehr erfüllen. Der Begriff des trockenen Auges ist jedoch nicht ganz richtig. Oftmals haben Patienten oder Patientinnen einen verstärkten Tränenfluss, allergings bleibt dieser nicht an der Augenoberfläche haften, da diese gestört ist.


Diese Faktoren können trockene Augen auslösen:

Bildschirmarbeiten

Arbeitet man täglich am Computer oder benutzt man das Smartphone oder Tablet sehr oft, kann dies zum digitalen Augenstress führen. Sind Büroräume dann auch noch klimatisiert oder verraucht, erhöht sich das Risiko noch mehr. Die erste Maßnahme, die man ergreifen kann ist, das Raumklima zu verbessern und den Augen öfters dazwischen eine Bildschirmpause zu gönnen.

Medikamente

Als Nebenwirkungen von Arzneimitteln können auch trockene Augen auftreten. Die Medikamente nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin einfach absetzen, sondern sich beraten lassen und eventuell auf ein anderes Präparat umsteigen.

Umweltfaktoren

Sehr große Einflussfaktoren für trockene Augen sind Sonneneinstrahlung, Abgase, Zugluft oder auch Schminke. Oftmals verdunstet die Tränenflüssigkeit zu schnell. Dadurch entstehen sehr leicht Entzündungen.

Körperliche Ursachen

Der Hormonhaushalt, der beispielsweise in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren verlangsamt ist, kann die Benetzungsstörung begünstigen. Die Tränenproduktion wird auch durch Diabetes, Neurodermitis oder rheumatischen Erkrankungen beeinflusst.

Sehhilfen

Auch Sehhilfen können trockene Augen hervorrufen, wie beispielsweise Kontaktlinsen, die wie Fremdkörper für unsere Augen wirken. Auch Brillen, die nicht korrekt angepasst sind, überanstrengen das Auge und führen zu Trockenheit.


Trockene Augen lassen sich mit Tränenersatzmitteln behandeln, die man in der Apotheke rezeptfrei erhalten kann. Jedoch gilt, wer länger unter den Beschwerden leidet, sollte dringend einen Fachmann aufsuchen, damit etwaige andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Zur Behandlung eignen sich Tropfen sehr gut. Gele und Salben sind ideal für die Nacht, da sie das Sehen für einige Zeit einschränken. Dafür haften sie sehr gut am Auge. Sind die Drüsen am Lid verstopft, sollte man regelmäßig eine Lidpflege mit Kompressen oder Bestrahlung mit Hilfe einer Rotlichtlampe betreiben.