Trockene Augen - was hilft?

14.01.2019 12:58

Es brennt, juckt und die Augen fühlen sich trocken an: Viele kennen das Problem, die Ursachen dahinter können jedoch zahlreich sein. Manchmal löst mangelnde Tränenflüssigkeit Juckreize aus, in anderen Fällen kann auch die Arbeit am PC zusammen mit trockener Raumluft Schuld sein. Größtenteils sind trockene Augen jedoch gut behandelbar. Im folgenden Beitrag werden verschiedene Behandlungen aufgezeigt, die sich wirksam gegen trockene Augen erwiesen haben. 

Warum werden Augen trocken?

Trockene Augen sind keine Seltenheit und kommen bei vielen Menschen vor. Oftmals kann ein Mangel an Tränenflüssigkeit dahinterstecken sowie andere, äußere Faktoren wie zum Beispiel trockene Luft. Auch Medikamente oder Hormonschwankungen können der Grund dafür sein, dass das Auge zu wenig Flüssigkeit produziert. 

Ständig trockene Augen sollten jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn der Feuchtigkeitsmangel kann die Anfälligkeit für Entzündungen begünstigen. 

1. Befeuchtung mit Augentropfen

Die beste Lösung gegen trockene Augen sind Augentropfen. Diese sollten der natürlichen Tränenflüssigkeit nachempfunden werden. Mithilfe eines Verdickungsmittel helfen Augentropfen dabei, den natürlichen Tränenfilm länger im Auge zu behalten. 

Wichtig dabei ist, dass die Augentropfen keine Konservierungsstoffe enthalten. Am besten ist es daher, wichtige Informationen mit dem ApothekerIn oder dem Augenarzt abzuklären. Um die Feuchtigkeitszufuhr noch weiter zu erhöhen, sollten regelmäßig rund zwei Liter Wasser zu sich genommen werden.

2. Luftfeuchtigkeitszufuhr verbessern

Trockene Raumluft begünstigt juckende und brennende Augen, ist aber in den meisten Fällen nicht der einzige Grund. Vor allem im Winter, wo vermehrt geheizt wird, ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit auf einem konstanten Grad zu halten. Deshalb sollte stets ein feuchtes Tuch über den Heizkörper gelegt werden. Auch eine Schale mit Wasser hilft dabei, trockene Luft umzuwandeln. 

Egal bei welcher Jahreszeit, eine gute Raumbelüftung ist stets wichtig. 

3. Mit Lebensmittel Augen erfrischen

Um die Augen mit ausreichend Flüssigkeit zu benetzen, können auch Lebensmittel ihre Dienste erfüllen. Ideale Feuchtigkeitsspender sind frische Gurkenscheiben aus dem Kühlschrank. Wer diese Scheiben für 10-15 Minuten auf die geschlossenen Augen legt und dabei versucht, sich zu entspannen, kann mit einer Verbesserung rechnen. Ebenfalls wirksam sind Schwarz- oder Kamillentees. Diese sollten jedoch, wenn möglich, in der Apotheke gekauft werden, da die Konzentration der Inhaltsstoffe höher ist. Bei schwarzem Tee den Teebeutel mit ausreichend Wasser übergießen und für mindestens eine Minute ziehen lassen. Danach kann der Teebeutel aus der Tasse genommen und abgekühlt werden. Sobald dieser kühl genug ist, kann dieser für 10-15 Minuten auf die Augen gelegt werden. 

4. Auf einen gesunden Lebensstil achten

Dauerhafter Stress, wenig Schlaf und eine ungesunde Lebensweise machen sich nicht nur beim Körper bemerkbar, auch die Augen leiden darunter. 

Ausreichend Schlaf: Wie viel Schlaf der Körper benötigt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, auf seine innere Uhr zu hören und herauszufinden, wie viel Schlaf benötigt wird. 

Viel trinken: Vor allem Wasser, ungesüßte Tees und Fruchtsäfte sind ideal, um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Mindestens zwei Liter pro Tag sollte jeder trinken. 

Stress vermeiden: Dauerhafter Stress schlägt auf die Psyche und selbst die Augen leiden darunter. Wichtig ist es daher, sich stets kleine Pausen zu gönnen und sich nicht zu übernehmen. 

Ausgewogene Ernährung: Die Ernährung spielt eine große Rolle in der Qualität und Menge des Tränenfilms. Vor allem Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sollten daher stets auf dem Speiseplan stehen. 

Falls die Augen dauerhaft trocken sind, sollte vorsichtshalber ein Augenarzt aufgesucht werden, da die Beschwerden oft unterschiedliche Ursachen haben können.